Feb 17

Auf OpenTS (anmeldepflichtige Webseite / Wissensdatenbank für den Tourismus) lief in den vergangenen Tagen eine Umfrage mit dem Titel “Wie oft schauen Sie in die Besucherstatistik Ihrer Webseite”.Ich bin vom Ergebnis extrem überrascht worden. Hier einmal ein Screenshot vom aktuellen Stand:

Umfrage Nutzung Webstatistik in der Touristik

Umfrage Nutzung Webstatistik in der Touristik

Nur knapp ein Viertel der Umfrageteilnehmer schaut täglich oder wöchentlich in die Statistiken. Drei Viertel hingegen schauen nur monatlich oder sogar nie in die Zugriffsstatistik der eigenen Webseite! Warum? Scheinbar haben viele Teilnehmer an der Umfrage das Potential vom Vertriebskanal Internet noch nicht annähernd erfasst.

Wenn ich ein Reisebüro betreibe, interessiert es mich doch auch

  • ob der Laden voll ist oder leer
  • woher die Kunden kommen, wie Sie aufs Büro aufmerksam geworden sind
  • ob die Leute zum Counter gehen und sich informieren
  • ob nur in Prospekten geblättert wird
  • warum mein Laden voll ist, aber kein Kunde zum Counter kommt
  • warum die Leute am Counter Schlange stehen, aber niemand bucht
  • ob die Stühle zu niedrig sind oder die Kataloge zu hoch hängen
  • etc.

All das lässt sich mit einem Statistikprogramm wie beispielsweise Analytics sehr einfach überprüfen. Dabei muss man ja nicht sofort mit den kopliziertesten Filterregeln und Analysen anfangen, sondern kann sich ganz langsam Schritt für Schritt einarbeiten.

Im ersten Schritt schaut man einfach, ob das Büro voll oder leer ist – sprich, ob Besucher auf der Webseite sind oder nicht. Sind Besucher da, so kann man mit wenigen Klicks sehen, woher sie kommen. Über Links auf anderen Webseiten? Oder über Suchmaschinen? Wenn Sie über Suchmaschinen kommen, mit welchen Suchbegriffen wird die Seite gefunden?

All diese Infos liefert Analytics in einer, auch für Laien, verständlichen Form.

Nach und nach kann man sich dann tiefer in die Materie reinarbeiten. So kann ich die Bildschirmauflösungen und die Geschwindigkeit der Internetanbindung analysieren. Wenn das nicht passt, verschwindet der Besucher möglicherweise schnell wieder (Stichwort Stuhl zu niedrig, Katalog zu hoch).

Wenn man diese Schritte einige Wochen oder Monate gemacht hat und sich zurecht gefunden hat, kann man verschiedene Filter und Regeln definieren. So kann man schauen, wie sich der Besucher auf der Webseite bewegt. Ob er den Weg zur Buchung oder zum Kontaktformular überhaupt findet. Ob unterwegs abgebrochen wird. Etc.

Man kann die Probleme die ein Kunde im Reisebüro in der Fußgängerzone hat, mit einem kleinen bissl Phantasie und Zeit ganz einfach ins Internet übertragen, dort beheben und somit den Vertriebskanal Homepage spürbar verbessern!

written by admin


One Response to “Erschreckend schwache Nutzung von Webstatistiken um Tourismus”

  1. 1. Sandra Says:

    Besonders auch im touristischen Bereich, in dem heutzutage viele Informationen über das Internet erlangt werden, ist es doch besonders wichtig, dass man weiß, ob die Website anspricht.

    Nicht umsonst wird überall von SEO oder Suchmaschinenoptimierung gesprochen!!

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