Jun 13

In Neuseeland sind die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum Maori-Neujahr – Matariki genannt – in vollem Gange. Dieses Jahr wird der Event im Land der langen weißen Wolke noch größer und ausgedehnter als in den vergangenen Jahren gefeiert: Sternbeobachtungen und verschiedene kulturelle Höhepunkte erklären dem Besucher die wahre Bedeutung von Matariki. Matariki bezeichnet ein bestimmtes Sternbild, bei uns bekannt als Siebengestirn oder Plejaden. Wenn das Sternbild im Juni am Nachthimmel aufgeht, beginnt das Maori-Neujahr nach dem Mondkalender.

Matariki kann auf zwei Arten übersetzt werden: Mata Riki bedeutet „kleine Augen“ und Mata Ariki „Gottes Augen“. Egal für welche Version man sich entscheidet, die Bedeutung ist gleich: Die Augen sollen über das Land und seine Bevölkerung wachen. In vergangenen Zeiten wurde zu Matariki das Ende der Ernte gefeiert. Familie und Freunde zelebrierten gemeinsam bei einem ausgedehnten Mahl die Ernte, die Land und Meer hervorgebracht hatten. Neue Saaten wurden gepflanzt, und die Helligkeit der Sterne zeigte an, wie erfolgreich der Ertrag der Jahresernte ausfallen würde. Heute spielt das Essen (kai) bei den Feierlichkeiten um Matariki nach wie vor eine große Rolle: Mit der Verwendung von einheimischen Zutaten und ursprünglichen Zubereitungsmethoden beim Kochen wird die Wichtigkeit des Essens widergespiegelt.

In Neuseeland feiert man Matariki mit einem Schlamm-Festival in Rotorua, Themen­Menüs, Sternbeobachtungen und speziellen traditionellen Events wie dem Hangi, bei dem das Essen unter der Erde in einer Grube gegart wird. Am 1. Juni wird der Himmel gegen 6:30 Uhr heller, das Siebengestirn geht um 7.31 Uhr auf. Jeden Tag der folgenden Wochen wird Matariki ein wenig früher am Himmel zu sehen sein und kann am besten im Osten des Landes bei dunklerem Himmel beobachtet werden. Als Tag des offiziellen Maori-Neujahres gilt der 19. Juni. An diesem Tag erscheinen die Plejaden bereits um 6.20 Uhr am Himmel.

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