Sep 16

Trigami, ein Dienst mit dem Blogger recht einfach mehr oder weniger gutes Geld verdienen können. Auch ich habe beispielsweise hier, hier oder auch hier bereits den einen oder anderen Beitrag für Trigami geschrieben. Bisher waren meine Erfahrungen überaus positiv. Wer Trigami noch nicht kennt, so beschreiben sich die Macher selbst:

Kunden beauftragen Blogger mit dem Schreiben von Blog-Einträgen über Produkte und Dienstleistungen, die jeweils in redaktioneller Freiheit und klar gekennzeichnet veröffentlicht werden.

Plant man, ein neues Projekt, ein neues Produkt oder eine Dienstleistung im Internet bekannt zu machen, so führt heute kaum noch ein Weg an Blogs vorbei. Man erreicht in recht kurzer Zeit viele Leser und bekommt authentische Meinungen der Blogger mitgeteilt. Um mit den Bloggern in Kontakt zu treten, musste man diese früher anschreiben, mit der Gefahr einen zu kontaktieren, der absolut keine Lust hat über das Produkt zu schreiben.

Trigami führt nun Blogger und Werber zusammen. In der Datenbank bekommt der Interessent Blogs der verschiedensten Themen, Größen etc. präsentiert und kann unter diesen Blogs eine Ausschreibung für den oder die Werbepostings starten. Die Blogs sehen sofort, welche Anforderungen der Beitrag erfüllen muss und auch was sie daran verdienen würden. Anschließend hat man einige Tage Zeit die Ausschreibung abzulehnen oder sich zu bewerben.

Ein tolles System, doch jetzt tauchen immer häufiger Kritiker an Trigami auf.

Los ging es vor einigen Tagen in einem Forum für Suchmaschinenoptimierung. Im Prinzip sind diese Beiträge die Trigami vermittelt nichts anderes als verkaufte Links in themenrelevantem Content. Seit geraumer Zeit geht google allerdings gegen Linkhandel vor. Auf Grund des gut sichtbaren Hinweises, das der betreffende Beitrag von Trigami vermittelt wurde, ist es ein leichtes diese Beiträge automatisch zu ermitteln und zu entwerten, oder ggf. auch den kompletten Blog abzustrafen.

Der Besserwerberblog durchleuchtet, wer bei diesem System eigentlich profitiert. In meinen Augen ist die dortige Argumentation völlig richtig und ebenso auch völlig falsch. Neben dem Hinweis zu Trigami, stört er sich vor allem an der Bezahlung der Beiträge. Nimmt man einen Artikel für 50,- Euro und lässt diesen 10 Jahre in seinem Blog, so erhält man monatlich gigantische 22 Cent für diesen Beitrag. Nicht wirklich viel. Hat man zusätzlich noch das eine oder andere Bild in diesem Beitrag drin, so übersteigen die Traffic-Kosten möglicherweise sogar diese 22 Cent.

Sein Vorschlag ist, das man den Beitrag und die Links getrennt honorieren sollte. Den Artikel beispielsweise mit einem Fixpreis und die Links mit einer monatlichen Miete.

Seine Einwände kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Gäbe es den Beitrag von Trigami nicht, so stünde an selbiger Stelle ein anderer Beitrag. Dieser verursacht ebenso Traffic und spült keinen einzigen Cent in die Kasse des Bloggers. Richtig ist allerdings, das Trigami mit immer mehr Rezensionen immer mehr Links und dadurch auch immer mehr Besucher bekommt.

Die Idee Links und Beitrag getrennt zu vermarkten finde ich hingegen extrem interessant. Hier könnte man die Idee von Trigami noch etwas weiterentwickeln….

written by admin


6 Responses to “Trigami: Abzocke oder nicht?”

  1. 1. Remo Uherek Says:

    Hallo Jan

    Danke für den Hinweis betreffend Suchmaschinen-Forum. Ich habe soeben im entsprechenden Abakus-Thread reagiert.

    Wie bereits bei marketing-blog.biz geschrieben, finden wir die Idee von Fix- und Monatskomponente grundsätzlich sehr interessant und werden dieses Modell ausführlich prüfen.

    Viele Grüsse
    Remo

  2. 2. admin Says:

    Hallo Remo!

    Danke für deine Reaktion. Zeigt wieder ml, wie sehr ihr hinter eurem Projekt steht!

    Solltet ihr in Zukunft eine Trennung der Fix und Monatskomponente einführen, so würde ich das begrüßen.

    Auftraggeber A lässt Blogger B einen Artikel schreiben. nach 6 Monaten hat er kein interesse mehr an den Links. Dann kann Auftraggeber C im bestehenden Artikel weitere Links mieten. Die bestehenden Artikel könnt ihr ja einfach in einer Datenbank sammeln.

    Mit einem WordPressplugin könnte man die Links ganz einfach automatisch verwalten un vergeben.

    Nur so als Anregunge…

    Viele Grüße

    Ole

  3. 3. Frank Says:

    “Gäbe es den Beitrag von Trigami nicht, so stünde an selbiger Stelle ein anderer Beitrag.”

    Natürlich. Bei dem kann ich dann aber selbst entscheiden, ob ich auf ihn noch Wert lege und ihn ggf. löschen. Und das kann ich bei trigami-Postings eben nicht.

  4. 4. admin Says:

    Da hast du prinzipiell Recht.

    Wenn du allerdings eine Rezension über ein Projekt oder ein Produkt schreibst, so gibt es in der Regel wenig Gründe den Beitrag zu löschen. Klar, du kannst deine Meinung ändern, aber ist das ein Grund den Beitrag zu löschen?

    Außerdem garantiert Trigami den Kunden “nur” eine öffentliche Erreichbarkeit des Beitrages für drei Monate.

    Solltest du also nach den drei Monaten beschliessen deinen Beitrag zu löschen, so sollte das (nach Rücksprache mit Trigami) möglich sein.

    So würde ich das zumindest verstehen.

  5. 5. Frank Says:

    Da habe ich auf Anfrage eine andere Auskunft erhalten.
    Zudem: Spannender wäre es doch ohnehin, würde der im Contentrahmen stehende Textlink nach 3 Monaten neuerlich vergütet.
    Und da müssen wir uns nicht vormachen: Das ist machbar.

  6. 6. Frank Says:

    Ach so: Ich halte trigami übrigens keineswegs für Abzocke. Ich glaube aber, dass die Herrschaften sich selbst und die beteiligten Blogger deutlich zu billig verkaufen.

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