Aug 13

Google Maps lassen sich für viele nützliche und lustige Dinge verwenden. Ich kann die Kneipen in meiner Umgebung suchen, ich kann mir meine täglichen Jogging-Strecken per GPS einbinden, und und und. Das es auch sehr viel geschmackloser geht, beweist die LA Times eindrucksvoll mit Ihrem Homicide Guide. Hier kann ich mir anzeigen lassen, wer dieses Jahr wo, wie und warum in Los Angeles ermordet wurde.

Morde in Los Angeles

Kaum eine Woche mit weniger als 11 Morden in nur einem einzigen Bundesstaat. Das sind erschreckende Zahlen. Da versteht man auch, das die Amis eine derartig rigorose Sicherheitspolitik haben und Touristen vor immer größere Hürden stellen…

Wirft man einen Blick auf die verschiedenen Filter die zur Verfügung gestellt werden, so sieht man schnell, wer besonders gefährdet ist:

Männer zwischen 20 und 29 Jahren spnischer oder hispanoamerikanischer Herkunft sollten es sich besser zwei mal überlegen, ob sie sich Sonntags in die Nähe einer Schusswaffe begeben wollen.

Noch wesentlich gefährlicher ist der Aufenthalt in Rio de Janeiro. Hier wurden in kürzerer Zeit ca. drei Mal so viele Morde begangen wie in Los Angeles. Zusätzlich dürfte die Dunkelziffer in Rio erheblich höher ausfallen, da in den Favelas bei weitem nicht jeder Mord registriert wird, bzw. sogar bewusst unterdrückt wird. Hinzu kommt, das die Morde in LA auf ca. 10 Millionen Menschen kommen, in Rio de Janeiro “nur” auf ca. 6 Millionen. Rio Body Count zählt seit Februar diesen Jahres mit.

Allerdings holt Los Angeles auf, die Statistik der wöchentlichen Morde zeigt ganz klar nach oben.

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