Jul 24

Hannes hat mit Hoteliers über Blogs gesprochen. Heraus kam eine, im ersten Moment recht erschreckende Kontra-Liste:

  • Ich weiß nicht worüber ich schreiben soll.
  • Alle relevanten Infos stehen schon auf unserer Homepage.
  • Wir wollen bei Google nicht besser gefunden werden.
  • Weil wir bereits 2.000 EUR im Monat für Suchmaschinenmarketing ausgeben.
  • Wir vertrauen auf die Prospekte die unsere Marketingagentur für uns erstellt.
  • Wir wollen keine Angriffsfläche für negative Kritik bieten.
  • Ich habe keine Zeit.
  • Wir haben niemanden der gut schreiben kann.
  • Weil niemand uns lesen würde. Unsere Newsletter bringen auch nicht wirklich viele Klicks zu unserer Homepage.

Ich schreibe bewusst “im ersten Moment”. Für User, die in der Blogosphäre schon eine Weile vertreten sind, oder auch für User die dem Internet gegenüber sehr aufgeschlossen sind, wirken diese Argumente doch sehr vorgeschoben. Doch sitzt der typische Hotelier wahrscheinlich nicht jeden Tag mehrere Stunden vorm Computer, und wenn doch, dann wahrscheinlich eher um die Buchhaltung zu machen, und nicht um im Internet aktiv zu sein. Daher sieht er die Geschichte wahrscheinlich erheblich anders, als wir Blogger.

Viele dieser Argumente kann man in meinen Augen recht schnell entkräften:

Ich weiß nicht worüber ich schreiben soll:
Wenn man erstmal einen Blog hat, dann sieht man die Welt mit etwas anderen Augen. Es findet sich was zum Bloggen. Immer!!

Alle relevanten Infos stehen schon auf unserer Homepage:
Blog müssen nicht unbedingt informieren. Viele sehr erfolgreiche Blogs dienen ausschließlich der Unterhaltung. Ich könnte mir vorstellen, das ein Hotelblog sehr gut unterhalten kann. Besonders, wenn dort verschiedene Mitarbeiter, vom Azubi, über den Koch bis zum Chef bloggen.

Wir wollen bei Google nicht besser gefunden werden:
Ein Argument, über das ich erstmal laut lachen musste. Vielleicht ist aber dem einen oder anderen Hotelier die wirtschaftliche Bedeutung von google für den Tourismus gar nicht bewusst. Mein lachen ziehe ich daher zurück. Aufklärung ist hier vielleicht angebracht.

Weil wir bereits 2.000 EUR im Monat für Suchmaschinenmarketing ausgeben:
Ein Blog verursacht einmalige Kosten (Installation, Templateerstellung, Konfiguration, etc.), sowie geringe laufende Kosten. Diese geringen laufenden Kosten, könnten einen Teil des Suchmaschinenmarketings ganz sicher ersetzen.

Wir wollen keine Angriffsfläche für negative Kritik bieten:
Im eigenen Blog könnte man auf diese negative Kritik sehr einfach reagieren. Viel schwieriger ist es, wenn diese Kritik in einem der unzähligen Hotelbewertungsportale geäußert wird. Außerdem kommen die Gäste, weil sie Urlaub haben. Da hat man direkt eine viel positivere Grundstimmung und meckert nicht über jeden kleinen Mangel.

Ich habe keine Zeit:
Arbeitsteilung. Wenn die ganze Belegschaft bloggt, dann ist der wöchentliche Aufwand minimal.

Wir haben niemanden der gut schreiben kann:
Sucht mal bei google nach “Blog”. Das sind keine Journalisten und Germanistik-Studenten. Gerade das es nicht so steril ist, macht Blogs so interessant.

In meinen Augen, bieten sich Blogs für Hotels und Pensionen geradezu an. Der Chef kann posten, wenn er sich über die tolle Auslastung freut oder wenn sein Haus gerade einen weiteren Stern bekommen hat, der Koch kann ab und zu ein leckeres Rezept beisteuern und von der Dame am Empfang könnte jeden Morgen der aktuelle Wetterbericht kommen. Dazu noch eine Webcam und ab und zu ein Posting vom Azubi…fertig wäre in meinen Augen ein hochspannender Blog, der ganz sicher auch den einen oder anderen Gast ins Haus bringt.

Immer wenn ich ein Hotel buche, schaue ich mir vorher die Webseite an. Da kann ein Blog der Buchungsgrund sein. Ich gehe doch viel lieber in ein Haus, wo das Personal freundlich und offen ist. Wer bloggt, ist ganz sicher offen.

Die Argumente von Hannes sind auch sehr schön zu lesen.

written by admin


3 Responses to “Tourismus-Blogs: Sollen Hotels Bloggen?”

  1. 1. Frank Says:

    “Wer bloggt, ist ganz sicher offen.”
    Darauf würde ich allerdings keine Wette eingehen.

  2. 2. Bellmann Says:

    Heckers Hotel in Berlin

    Ich war neulich Gast im Heckers Hotel in Berlin nähe Ku´damm und hatt die Gelegenheit auch das Wellness dort zu geniessen! Nicht nur das Hotel selbst war enorm qualitativ und sehr gepflegt, auch das Angebot für Massagen und die Sporteinrichtung war über allem Maße gut. Ich empfehle jedem der in Berlin weilt und auch sonst ein lukratives Wellnessprogramm wünscht sich im Heckers Hotel einzubuchen! Weitere Informationen findet ihr unter http://www.heckers-hotel-spammt-blog-voll.de
    Viele Grüße,
    Hr. Bellmann

  3. 3. admin Says:

    Wenn du schon Blogs vollspammst, dann mach es intelligenter und nicht derartig dämlich.

    Intelligent bedeutet:
    Texte, die nicht sofort als Werbung auffallen. Außerdem könntest du deine Texte auch variieren.

    Habe deine Werbeanzeige beispielsweise auch hier:
    http://www.qype.com/place/12736-Radisson-SAS-Hotel-Berlin und hier:
    http://www.fakeni.com/viewtopic.php?f=15&p=73277
    gefunden!

    Mal schauen wieveie demnächst noch im Index auftauchen. Werds verfolgen!

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