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Jun
24
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Nach dem ich bereits vorgestern in einem Beitrag berichtet habe, wie man Links ohne Tausch bekommt, widme ich diesen Beitrag der Frage, woran ich gute Linkpartner erkenne. Immer wieder tauschen in Foren Fragen auf, welcher Link besser ist, welcher schlechter, worauf man achten sollte etc. Ich versuche hier eine kleine Anleitung zum “perfekten” Linktausch zu schreiben.
Dieser Artikel beschränkt sich allerdings auf Webseiten die schon etwas älter sind, für ganz frische Seiten gelten etwas andere Regeln. Darauf werde ich demnächst zurückkommen. Auch gehe ich generell davon aus, das die Links nicht maskiert oder versteckt sind, sondern für Menschen und Suchmaschinen gleichermaßen gut zu sehen sind. Sollte das nicht gegeben sein, so ist von dem Linktausch auf alle Fälle abzuraten.
Der Titel von diesem Beitrag ist ein wenig irreführen. Es gibt keine schlechten Links. Selbst wenn die linkende Seite schwach ist, der Link versteckt und maskiert ist, so bringt er vielleicht nichts für Ranking in den Suchmaschinen, aber er kann trotzdem Besucher bringen. Auch dieser Link ist somit gut. In meinen Augen kann ein Link im schlimmsten Fall neutral sein, aber nie schaden.
Viele Neulinge gehen davon aus, das der PR (Page Rank) aussagt, wie gut eine Seite und wie gut dementsprechend der Link von dieser Seite ist. Leider ist der PR für diese Beurteilung ziemlich wertlos. Er lässt sich problemlos manipulieren.
Faktoren um den Wert eines Links/Linkstausches zu beurteilen:
1.: Themenrelevanz. Passt die Seite von der ich einen Link bekomme zu meiner? Dreht es sich vielleicht um das selbe Thema? Spitze. Ein solcher Link ist sehr wertvoll. Zum einen ist er gut fürs Suchmaschinenranking, zum anderen können darüber Besucher kommen die vielleicht zu Kunden werden, da sie sich ja für das Thema deiner Seite interessieren.
2.: Trust. Ein ganz schwieriger “Wert”, für den es keinen Maßstab gibt. Um den Trust einer Seite zu beurteilen braucht man Erfahrung und gesunden Menschenverstand. Trust ist etwas, was sich eine Seite über Jahre verdient oder erarbeitet und diese Seite aus dem Berg von vergleichbaren Seiten hervorhebt. Trust bekommt man dadurch, das man beispielsweise Links von Seiten hat, die nicht jeder Spammer hat. Ein Eintrag ins Yahoo-Verzeichnis ist beispielsweise förderlich, da dieser Eintrag einmalig 299,- USD kostet. So etwas zahlt nur jemand, der es ernst meint. Auch ein Eintrag im DMOZ ist förderlich, da hier alle Seiten manuell geprüft werden und somit nur hochwertige Seiten aufgenommen werden. Sehr gut sind auch Links von Universitäten, diese bekommt man auch nicht so ohne weiteres. Aber auch das Alter einer Seite ist nicht unwichtig. Eine alte regelmässig erweiterte und aktualisierte Seite hat mehr Trust als eine neue Seite auf der nichts passiert. Das könnte man noch weiter ausführen, ich möchte aber nur einen kurzen Einblick geben.
3.: Domainstärke. Je mehr eingehende Links eine Domain hat, desto stärker ist diese Domain und desto besser ist der Link, den diese Domain abgibt. Die Domainstärke kann man auf verschieden Art und Weise messen:
- Ungenau: Linkpop, die Anzahl der eingehenden Links. Kommen alle eingehenden Links von einer Domain, so hat die Domain zwar viele eingehende Links, aber eine schwache Domain und IP-Pop. Alle Links könnten von einer Person sein.
- Genauer: Domain-Pop, die Anzahl der linkenden Domains. Es ist nicht wichtig viele Links zu bekommen, sondern viele Links von verschiedenen Domains. Das findet hier Berücksichtigung. Möglicherweise kommen die Links von verschiedenen Personen.
- am genauesten: IP-Pop. Auf einem Server (=einer IP) können mehrere Domains liegen. In der Regel haben diese Domains den selben Besitzer. Hat man nun viele Links von vielen verschiedenen IPs, so hat man wahrscheinlich Links von vielen verschiedenen Personen bekommen. Das ist der hochwertigste Linkaufbau.
Je höher die IP-Pop einer Seite ist, desto höher ist in der Regel auch die Stärke dieser Domain. Messen kann man das ganz gut mit www.linkvendor.de.
4.: Position der linkenden Seite. Je höher die Seite bei eurem Linktext in den Suchergebnissen steht, desto besser wird auch der Link sein, den ihr von der Seite bekommen könnt.
5.: Unique Content. Ein Linkpartner sollte immer einzigartigen Content bieten. Ein Webkatalog hat zwar viele Seiten und viel Content, dieser ist aber in ähnlicher Form in vielen weiteren Katalogen zu finden.
6.: Linkposition innerhalb der Domain. Die (Unter)seite auf der euer Link eingebaut ist, sollte mit möglichst wenigen Klicks von der Startseite erreichbar sein. Ideal ist, wenn die linkende (Unter)seite direkt auf der Startseite verlinkt ist (erste Ebene). Je mehr Klicks man von der Startseite benötigt, desto schwächer ist die (Unter)seite in der Regel. Ich tausche keine Links, wenn man von der Startseite mehr als 2 Klicks benötigt um den Link zu erreichen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
7.: Linkposition innerhalb der Seite. Je nach Position auf der Seite haben die Links eine unterschiedliche Wertigkeit. Am besten ist es, wenn ihr mitten aus dem Content verlinkt werdet. Am schlechtesten ist ein Link im Footer oder in einer “Partnerbox”. Alle anderen Positionen liegen irgendwo dazwischen.
8.: Anzahl der ausgehenden Links. Je weniger ausgehende Links eine Seite hat, desto besser ist das für die Linkpartner. Ein Beispiel das ein wenig hinkt:
Eine Seite kann 100% Linkpower vererben. Bei 2 externen Links bleiben noch 50% für jeden Link. Bei 10 externen Links sogar nur noch 10%. etc.
Das ist zwar stark zusammengefasst und gekürzt, sollte man sich an die Punkte halten kann man verschiedene Linkpartner allerdings recht gut miteinander vergleichen. Und immer daran denken: die Mischung macht es. Zu einem natürlich wirkenden Linkaufbau gehören auch Links von schwachen Seiten.
Ihr solltet diese Tipps übrigens nicht nutzen, um Linktauschangebote abzulehnen. Wie schon gesagt. JEDER Link ist wichtig. Sollte eure Seite Rankingprobleme haben und ihr glaubt alles richtig gemacht zu haben, so könnt ihr diese Tipps nutzen um nach Fehlern zu suchen.
Das ist euch zu aufwändig? SEO ist nunmal aufwändig.
Sollte das zu unverständlich sein, so hinterlasst einen Kommentar oder fragt nach.
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